Pokalfinale als Lohn für eine gute Saison

Patrick Küfner, Lisa-Marie Thümmler, Nicolas Fraaß und Daniel Eisenreich leiteten am Samstag das Pokalendspiel des Kreisverbandes Fußball Zwickau. Wir sprachen mit dem Referee Patrick Küfner darüber, wie er das Spiel erlebt hat.

Frage: Patrick, Glückwunsch zur Leistung deines Kollektivs im Finale. Der Schiedsrichterausschuss hat dich für Leitung des Endspiels nominiert als Belohnung für deine ausgezeichnete Saison. War dieses Spiel der Höhepunkt deiner bisherigen Laufbahn?

Patrick Küfner: Definitiv war dies mein bisher größtes Spiel. Wir sind dankbar für das Vertrauen, das uns mit der Nominierung entgegengebracht wurde und konnten die tolle Kulisse trotz der spannenden Partie genießen.

Frage: Hast du dich auf die Partie anders vorbereitet als auf ein typisches Kreisoberligaspiel?

Patrick Küfner: Grundsätzlich kenne ich beide Teams aus den Ligaspielen und wusste daher schon ein bisschen, was mich erwartet. Ich habe trotzdem im Vorfeld beide Vereine angerufen und mit ihnen einige Details, wie u.a. die Trikotfarben abgesprochen. Ansonsten habe ich am Tag des Endspiels die selben Abläufe wie sonst auch praktiziert. Außer, dass ich mich diesmal mit den Besonderheiten im Regelwerk für Verlängerung und Elfmeterschießen auseinandergesetzt habe.

Frage: Dazu ist es letztlich nicht gekommen, da kurz vor Schluss der 3:2 Siegtreffer fiel. Einige Anhänger von Oberfrohna reklamierten hier vehement Abseits. Wie habt ihr die Szene im Kollektiv bewertet?

Patrick Küfner: Mein Assistent Nicolas und ich haben die Szene exakt gleich bewertet: Ein Spieler von Oberfrohna wollte einen tiefen Pass von Limbach klären und ging bewusst zum Ball. Dies misslang ihm jedoch und er verlängerte den Ball genau in den Lauf des Angreifers. Ob sich dieser letztlich in einer Abseitsposition befand, spielte gar keine Rolle mehr, da der Verteidiger durch das zwar unglückliche, aber bewusste Spielen des Balles eine neue Spielsituation auslöste. Daher handelte sich um einen regulären Treffer. [Anm. d. Red.: Ab dem 01.07.22 wird die Abseitsauslegung wieder einmal geändert, sodass der Verteidiger nur durch ein kontrolliertes Spielen des Balles ein Abseits aufheben kann. Mit dem aktuell gültigen Regelwerk reicht dafür jedoch schon die Intention aus, den Ball zu spielen, weshalb der Treffer korrekt war.]

Frage: Nach dieser hitzigen Schlussphase lautet wie dein Fazit der Partie?

Patrick Küfner: Wir sind insgesamt zufrieden mit unserer Leistung. Sicherlich gibt es bei der Konstellation Ortsderby, Finale und große Kulisse hinterher immer viel Gesprächsbedarf, aber das macht den Fußball ja auch so besonders. Wir denken, dass wir insgesamt eine harmonische Teamleistung abgerufen und einen guten Job erledigt haben.

Frage: Das Spiel war der Höhepunkt in deiner bisherigen Laufbahn. Was hast du dir für die kommende Spielzeit vorgenommen?

Patrick Küfner: Ich möchte natürlich weiter Gas geben und mich beim Schiedsrichterausschuss für die nächste Spielklasse anbieten. Außerdem will ich mich auch neben dem Platz ehrenamtlich mehr engagieren und im Sportgericht des KVFZ weiter einbringen.

Patrick, wir danken dir und deinem Team für die Leitung des Endspiels und wünschen alles Gute für die kommende Saison! [BS]